Yoga Methode

Yoga ist eine ganzheitliche, harmonisierende Methode für Körper, Geist und Seele. Yogaübungen unterstützen und stärken:

  • die physische und psychische Gesundheit
  • die Atemkraft und den Energiefluss
  • die Wahrnehmung und Achtsamkeit
  • die Kraft, Stabilität und Beweglichkeit des Körpers
  • die Fähigkeit loszulassen und die Hingabe
  • die Konzentration und Meditation
  • die Entspannung und Regeneration
  • die Freude, Gelassenheit und das Wohlbefinden

Übungselemente der Yogapraxis sind:

  • Reinigungsübungen (kryas)
  • Atemübungen (pranayamas)
  • Körperübungen (asanas)
  • Konzentrationsübungen (dharanas)
  • Meditation (dhyana)
  • Entspannungsübungen

Kurzer Überblick zu Yoga

Die über dreitausend Jahre alte Yogatradition kommt aus Indien. Das Sanskrit-Wort Yoga bedeutet verbinden, anjochen. Yoga ist sowohl eines der sechs grossen Philosophiesysteme Indiens als auch eine lebendige Erfahrungswissenschaft. Diese Wissenschaft setzt sich umfassend mit der körperlichen und geistigen Struktur des Menschen in Bezug auf ein grösseres Ganzes auseinander. Yoga wurde durch verschiedene Strömungen geprägt. Allen Yogarichtungen gemeinsam ist das Forschen nach Wegen aus leidvollen Zuständen hin zu mehr Glück, Freiheit und Bewusstsein.

Ursprünglich lag der Fokus vorwiegend auf einer spirituellen und geistigen Zielsetzung. Heute wird Yoga vermehrt mit Körper-, Atem- und Entspannungsübungen und einer gesunden Lebenshaltung in Verbindung gebracht. Im 20. Jahrhundert sind viele neue, körperorientierte Übungsstile entstanden. Yoga entwickelt sich im Austausch zwischen Ost und West, Tradition und Moderne und im Kontext des jeweiligen Zeitgeistes laufend weiter.

Die volle Wirkungskraft von Yoga entfaltet sich in der Praxis. Yoga ist ein möglicher Weg selbstverantwortlich, zugehörig und frei im Leben zu wachsen. Die Freude, die Liebe ist die tragende Kraft.

Yoga Methode

Ursprung von Yoga

Yoga stammt ursprünglich aus Indien, weshalb die Wurzeln der Yoga-Philosophie im Hinduismus und Teilen des Buddhismus liegen. Das Wort Yoga beruht auf dem indogermanischen Wort Yuj und bedeutet „Anschirren eines Zugtieres an einen Wagen“.

Das Individuum wird in Indien als ein Reisender im Wagen des materiellen Körpers gesehen. Der Wagen steht für den Körper, der Kutscher für den Verstand (Geist), die fünf Pferde stellen die fünf Sinnesorgane dar, der Fahrgast die Seele, und das Pferde-Geschirr verbindet alles miteinander und heisst im Indischen „Yoga“.

Nur wenn der Kutscher (Verstand) die Pferde (Sinnesorgane) zähmen kann, können diese den Wagen (Körper) mit dem Fahrgast (Selle) ziehen. Erst wenn diese drei eine Einheit bilden, ist der Körper gesund. Diese Einheit zu erreichen erfordert die wiederholte Übung.

Yoga ist somit eine uralte Art, Körper, Seele und Geist miteinander zu verbinden. Der Yoga entstand durch die Priester, die in den Tempeln das Feuer hüteten. Sie sassen (Lotossitz) viele Stunden am Feuer in tiefer Versenkung (Meditation). Erst im Laufe der Zeit entstanden die Körperübungen (Asanas), die den Körper kräftigen und mobilisieren sollten, so dass er möglichst lange und beschwerdefrei im Meditationssitz verweilen kann.

Älteste Aufzeichnungen von Yoga

Die ältesten Aufzeichnungen zu Yoga finden sich in den älteren Upanishaden (ca. 700 v. Chr.), den mittleren Upanishaden (ca. 400 v. Chr.), im indischen Epos Mahabharata (ca. 300 v. Chr.) und im Yoga-Sutra des Patanjali (Es wird angenommen, dass Patanjali die überlieferten Yoga-Lehren aus der Zeit zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 4. Jahrhundert n. Chr. zusammenfasste). Das Yoga-Sutra des Patañjali gilt bis heute als wichtigster Quelltext des Yoga. Zwar ist Patañjali nicht der Begründer von Yoga, aber der erste, der den Yoga in einem Text als ganzes, systematisch zusammengefasst hat.

Im Yoga-Sutra von Patañjali wird Yoga als achtgliederiger Weg dargestellt. Alle acht Glieder des Yoga bilden eine Einheit. Manchmal werden sie als Stufen einer Entwicklung interpretiert, eigentlich beziehen sie sich jedoch auf verschiedene Aspekte der spirituellen Disziplin. So sollten sie nicht nacheinander praktiziert werden, sondern vielmehr als ganzheitlicher Übungsweg verstanden werden, bei dem die verschiedenen Disziplinen zusammen wirksam sind und in Samadhi, der völligen Ruhe des Geistes, gipfeln.

Der achtgliedrige Pfad des Patañjali

Der achtgliedrige Pfad des Patañjali bildet bis heute, die Grundlage aller Yoga-Arten:

  1. Yama stellt die allgemeinen Regeln dar, also die Moral und Ethik. Sie setzt sich zusammen aus der „Gewaltlosigkeit“ (Ahimsa), der „Wahrhaftigkeit“ (Satya), dem „Nicht-Stehlen“ (Asteya), der „Keuschheit“ (Brahmacarya) und dem „Zügeln der Begierden“ (Aparigraha).
  2. Niyama sind die besonderen Regeln, aber auch die Selbstdisziplin. Sie setzt sich zusammen aus der „Reinheit“ (Sauce), der „Zufriedenheit“ (Santosha), der „Anstrengung & Disziplin“ (Tapas), dem „Selbststudium“ (Svadhyaya) und der „Hingabe“ (Ishvarapranidhana“).
  3. Asana ist die körperliche Disziplin in der die Sitz- und Körperhaltung geübt wird.
  4. Pranayama ist die Kontrolle des Atems, die Atemlenkung und die Atem-Achtsamkeit (Atemübungen).
  5. Pratyahara bedeutet das Zurückziehen und die Beherrschung der Sinne (vgl. oben, das Zügeln der fünf Pferde).
  6. Dharana ist die Konzentration, der Fokus, die Kontrolle des Geistes.
  7. Dhyana stellt die Meditation dar.
  8. Samadhi ist die Versenkung, wenn alle Glieder zusammenfinden (vgl. oben, das Sinnbild des Wagens, wenn Körper, Geist und Seele zusammenspielen), das Eins-werden mit uns selbst.

Moderner Yoga

Die körperlich orientierte Übungspraxis, der moderne Hatha Yoga, kam erst in den 1920er und 1930er Jahren auf, als sich die ersten Schulen in Berlin und Budapest gebildet hatten. In den 1960er Jahren verstärkte sich mit der New Age-Bewegung das Interesse an der körperlichen Übungspraxis.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich ein nicht an eine einzelne Schule gebundener Typus von Yoga herausgebildet. Im „modernen Yoga“ liegt der Schwerpunkt in der Praxis des Yoga, die eher meditativ oder eher körperbezogen sein kann. Mit dem Aufkommen der US-amerikanischen Yogaformen in Deutschland ist dann der Fitness-Aspekt in den Vordergrund gerückt.

Bis zum Anfang der 1990er Jahre hatte die ganze Yoga-Bewegung ein spirituelles Vorzeichen. Unter Hinweis auf die positiven Auswirkungen der Übungspraxis wird Yoga heute als individuelle Bereicherung oder als Beitrag zur persönlichen Entwicklung betrachtet, der weitgehend unabhängig von religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen ist.

Yoga und Gesundheit

Grundsätzlich hat Yoga nachweislich einige positiv bewertete Effekte, sowohl auf die physische als auch auf die psychische Gesundheit. Yoga kann unter Umständen verschiedene Krankheitsbilder lindern, etwa Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen, nervöse Beschwerden wie Angst und Depression, chronische Kopfschmerzen sowie Nacken und Rückenschmerzen.

Yoga hat auf viele Menschen eine beruhigende, ausgleichende Wirkung und kann somit den Folgeerscheinungen von Stress entgegenwirken. Darüber hinaus kann die mit Atemübungen und Meditation verbundene innere Einkehr genutzt werden, das eigene Verhalten gegenüber den Mitmenschen zu reflektieren, um es positiver zu gestalten.

Kurse

Folgend finden Sie Kurse in denen Yoga als Methode vermittelt oder synergetisch mit anderen Methoden kombiniert wird.

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